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21. Mai 2008, 18:57 Uhr, parcival

Kälte in Herzen?!

Es ist wie es ist: grau und kalt!
Nicht der Winter ist gemeint, sondern die Gefühle, die mir viele Menschen entgegenbringen! Warum aber sind sie so kalt? Ist das nur eine Maske oder ist es echte Gefühlskälte?
Ist es Schutz vor sich selbst oder haben sie die Liebe und die schönen Gefühle nie kennengelernt?
Ich kann nur von mir reden! So verkorkst meine Eltern auch sind und so sehr ich seelisch unter ihrem ewigen Streit gelitten habe, so habe ich mich doch recht gut entwickelt und ich denke auch in die richtige Richtung!
Also geht es doch!
Veränderungen im Leben sind notwendig und lebenswichtig!
Und so bin ich ständig in der Veränderung und es ist such gut so....
Doch frage ich mich, warum viele Menschen so borniert und stur sind!
Wer kann mir sagen, was es ist?
Liebe und Freude im Leben kann man erhalten, ohne zu geben! Aber es ist einfacher, wenn man gibt und nimmt, denn SO wird das Zusammenleben unter uns Menschen viel einfacher! Kriege hätten keine Chance mehr und die vielfachgefächerte Liebe würde die Herzen erfassen und sie heilen!
Ich glaube daran!

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07. Mai 2006, 13:55 Uhr, parcival

NOVEMBER

Die Kälte des Herbstes zieht durch die Welt und nagt an den Menschen, die es nicht verstehen, sich warm und wohlig zu begnügen!
Die Welt aber ist nicht kälter, als wir sie zulassen.
Erinnert Euch an die Sonnenstrahlen, die es in den wärmeren Zeiten gab und gebt diesen, Raum in Eurem Leben!
Genießt die Wärme des Sommers auch im Winter!
Grüße an die Maus Frederick!

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09. Oktober 2005, 13:47 Uhr, parcival

Outing

Da ich mit meiner Mutter am besten schriftlich verkehren kann, habe ich mich auch schriftlich bei Ihr geoutet.
Die Antwort kam zwei Tage später. Sie hat es schon lange geahnt, sehr lange... Mutterinstinkt...
Sie beschreibt ihre Situation, während sie den Brief an mich schreibt:
' Meine Hände zittern und mein Herz schlägt schneller und die Tränen fließen nur so. Mein liebes Kind, es sind keine Tränen der Trauer. Ich liebe Dich und das wird immer so bleiben. Daß wir nichts falsch gemacht haben, ist mir klar und ich akzeptiere es auch. Gib mir aber Zeit, es zu verarbeiten. Lebe Dein Leben, wenn es Dich glücklich macht. Sei glücklich, Du hast es verdient.
Das Leben ist zu kurz, um glücklich zu sein und zu lang, um unglücklich zu sein. Ich liebe Dich mein Sohn!'
Schöne und wunderbare Worte einer Mutter. Mein Vater wird es nie von mir erfahren. Er ist ein 'Schwulenhasser'. Auch wenn er mal sagte: ' Wenn mein Sohn schwul ist, dann bringe ich ihn um!', so wird er es nicht tun. Aber verkraften wird er es auch nicht. Meine Familie wird es eben auf Raten erfahren.
Liebe Leserin, lieber Leser!
Ich kann Euch nur ermutigen, Euren Kindern eine wunderbare Kindheit und Jugendzeit zu geben. Nehmt sie so an, wie sie sind. Ob homosexuell oder hetero mit einem Partner, der Euch vielleicht nicht paßt. Seid immer für Eure Kinder da--- in jeder Situation und baut frühzeitig Vertrauen auf. Seid die besten Freunde Eurer Kinder. Und wenn keine Kinder da sind, so gebt Euren Mitmenschen Eure Hilfe. Bietet Euch an. Auch diese Hilfe ist einen Art outing, denn nur wenige Menschen wollen noch etwas mit Gefühlen zu tun haben. Outet Euch.
Gott gebe Euch Kraft und Mut

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09. Oktober 2005, 13:47 Uhr, parcival

Mit Gefühlen zu leben und zu lernen, damit umzugehen

Dunkel und doch voller Vorfreude war die letzte Nacht. Ein date, ein Treffen mit einem sehr netten Mann. Ich fuhr den Rhein entlang und freute mich auf ein Essen und dachte über den letzten Tag nach. Ich dachte an den letzten Tag:
In Oberwesel trafen wir uns. Wir fanden uns beide sympathisch. Das Essen am nächsten Tag wurde sofort geplant: Schweinemedallions 'toscana' (mit Mozarella und Tomaten überbacken) und dazu mediterraner Reis.
Es ist nun 19.30 Uhr. Das Essen wird mir serviert und ich freue mich auch darauf. die Stimmung ist bedrückend für mich. Der Wein ist mir zu trocken, und seine Gegenwart macht mich beklemmend. Ich rede mit ihm und er erzählt von sich. es wird ein Monolog seinerseits. Ich fühle mich unwohl. Nicht daß ich vor ihm Angst hätte. Er ist ok... er nimmt mich in die Arme und küßt mich. Ich kann mich nicht fallen lassen. Es stört mich etwas. Ich denke und denke und denke und sollte es nicht tun. Er hebt mich auf die Couch und küßt mich, hält mich in den Armen, hält mich fest.
Szenenwechsel: Wir liegen auf dem Boden, er zieht mich aus... Sex... Schön...Gedanken...Ich ergreife die Flucht...Nicht vor Ihm...Vor mir....? was ist los? Ich ärgere mich, als ich das Haus verlasse.. es ist kalt und die Scheiben sind gefroren.. Eiskratzen um 23.55 Uhr... Die Tränen kommen. Ich fahre nach Hause... Nein, zu einer Freundin und heule mich aus... Nach Hause... Chaos... Gefühle, Gedanken... Eingeschlafen....
Es ist Sonnatg morgen. Ich sitze am PC und rufe meine e-mails ab... er schreibt mir... es tut weh, es tut mir leid, es ist alles so sche........!!!! Seine mails sind nicht nett, aber er will mir damit sagen, was ich schon weiß, aber es nicht erfassen kann. Ich bin nicht bekloppt, ich bin unsicher..... Ich habe ihn verletzt, ihm weh getan...was er mit mir getan hat, war Absicht seinerseits. Er wußte genau, wie er mich verletzen kann. Er schützt sich durch diese mails und ich blocke ab...JETZT ab..... Keine nette Methode, aber sicherer für meinen Gefühlsstand...
ich werde nun meine Blumenwiese betreten und mich ausruhen. Nicht die letzte Ruhestätte, aber eine Vorstufe... Es gibt Wege, die ich gehen kann und ich werde sie gehen... mit meiner Freunde Hilfe und Gottvertrauen. Gott stehe mir bei und verzeihe auch ihm, was er mir angetan hat.

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09. Oktober 2005, 13:46 Uhr, parcival

Einöde

Jahr um Jahr habe ich meine Liebe für die Menschen gegeben. Jahr für Jahr oftmals nur Staub statt lebensspendentes Wasser bekommen. Jetzt reicht es mir, aber wie soll ich es ändern?
Es gibt Mittel und Wege, aber die sind nicht rechtens.
Seitdem ich weiß, daß ich homosexuell bin, lebt es sich für mich noch schwieriger. Es lebt sich so lá lá...
Natürlich gab es Beziehungen und ich war immer wieder mehr oder weniger glücklich, aber die Enttäuschung ist groß, wenn die Einöde, die Einsamkeit ,wieder kommt.
Wo sind die goldenen Sonnenstrahlen, die mich wärmen und mich durchs Leben begleiten?
Wo ist die glückseligmachende Liebe, die mich erfüllen soll, wie sie es bei Milliarden Menschen tut?
Wo ach wo?
Einöde, Wüste, Angst vor der Angst...
Schluß machen wollen, Ruhe erleben wollen, Freiheit genießen, bei Gott sein..
Es nutzt alles nichts. Ich bin für einige Menschen sehr wichtig und sie brauchen mich. Aber meine Einöde und Einsamkeit schreitet weiter voran. Angst vor einer Bindung? Weniger. Eher die Angst, einen Menschen zu verletzen. Normale Härte würden jetzt viele sagen, aber nicht für mich... Dann eben die Einsamkeit, bis mich ein Mensch wie bei Dornröschen wachküßt und das Leben wieder in mir--FÜR MICH-- pulsiert. Dann heißt es eben warten und doch aktiv sein.
Einöden sind Teufelswerke, die es zu zerstören gilt. Findet mich einfach nur. Ich lasse mich auch finden und befreit mich aus der Wüste der Einsamkeit und der Kälte. Ich helfe den Menschen gerne, aus ihrer Einöde heraus zu kommen. Jetzt helft mir. Ich habe es endlich verdient.

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12. Februar 2005, 12:05 Uhr, parcival

WAHRE LIEBE

Die Liebe habe ich nun kennengelernt, die echte wahre Liebe!
Ich bin homosexuell und etwas feinfühliger und sensitiver als viele andere Menschen. Sexuell gesehen ist das ja alles ganz einfach... Ex und hopp und dann ins Bett. Befriedigung pur für vielleicht 2 Stunden... Abtauchen in die Welt der Gefühle, der sexuellen Reize, der animalischen Lust. Aber was ist mit der Liebe?
Als ich einen Freund hatte, da hatten wir sehr viel Spaß im sexuellen Bereich und es ist wieder etwas anderes, wenn es nur um Sex geht, aber die Liebe fehlt. Lange dachte ich darüber nach. Beziehungen beginnen und enden.
FREUNDSCHAFTEN bleiben eher länger.
Ich hatte viele Probleme mit mir und der Welt. Aber da gibt es noch eine Liebe, die mich jeden Tag, jede Stunde ja sogar jeden Moment beflügelt: Die Liebe zu meinen Freunden und ihre Liebe zu mir. Ich begann damit vor 13 Jahren (da wußte ich nicht, daß ich schwul bin) und ich weiß nun, was Liebe bedeutet. Ich bin geborgen in der Freundschaft, ich bin geschätzt, ich lebe mit und für meine Freunde. Meine Liebe zeige ich und ich schäme mich auch nicht, meine Freunde zu umarmen (obwohl ich nicht geoutet bin). Sollen die Leute doch denken, was sie wollen. Die Liebe zu meinen Freunden ist einen Liebe, die alles bisher bekanntes in den Schatten stellt. Freunde sind wahre Lebensbegleiter und Beschützer in der Not. Ich bin stolz, solche Freunde zu haben.
Mein besonderer Dank gilt meinem besten Freund Gagges. Deine Liebe zu mir, trotz Vereine, Beruf und Freundin, ist so schön zu spüren und immer da.
Mein guter und treuer freund René, der jetzt in der Schweiz wohnt hat mit mir viele schöne Abende verbracht und mir soviel Mut gegeben und als er mich brauchte (Joy war in den USA), da war ich sehr stolz, daß er mich anrief, um ihm zu helfen. Auch wenn wir uns kaum sehen, so bin ich sehr froh, Dich zu kennen.
Beate und Silke sind Menschen, die mich aus manch tiefen Loch gerettet haben. Tausend dank meine Engel.
Sven, auch Dir einmal Danke für manche Träne, die Du getrocknet hast.
Auch Dir, lieber Mike, Freund und
Ex-Nachbar, Retter in der Not und liebenswerter Chaot, einfach mal Danke für alles---für des Vertrauen, daß Du in mich gesetzt hast, für Deine grenzenlose Liebe zu mir.
Uta, mein Blumenkind, kennt mich mittlerweile fast auswendig und ist immer für mich da. Du bist ein toller Mensch. Oliver sei Dank für die stundenlange Spaziergänge am Rhein und im Neubaugebiet. Du bist ein klasse Freund.
Den Eltern meines Patenkindes und meine Freunde Alexandra und Chrsitian danke ich nicht nur für Ihr Zuhören, sondern auch für die veilen Stunden bei Bier und lachen!
Und meine 'Adoptiveltern' Harald und Magarete ein gebe ich meinen Dank, da sie ganz besondere Menschen sind.
Sandra vom Löwen-play-Spielcenter hat mich aufgebaut, mit mir geredet und obwohl ich sie noch nicht so lange kenne, sind wir schon Freunde geworden.
Meine Heidenfahrt-Nina ist mir zur 'Schwester' geworden. Du bist einfach süß. Und meinem kleinen 'Bruder' Manuel S. sei mal danke gesagt für seine brüderliche Liebe und Freude zu mir!
Du bist ein ganz lieber Bruder und wenn Du noch so viel Scheiße baust: ich stehe hinter Dir und zu Dir!

Manchmal stimmt die Chemie eben von Anfang an.
Freund sein heißt für mich, das Prädikat wertvoll zu bekommen. Danke auch an die vielen anderen Freunde und guten Menschen. Ihr, liebe Freunde, seid meine Goldstücke, meine Schätze und meine Juwelen. ICH LIEBE EUCH...
Das ist die Liebe, die ich meine. Grenzenlos, bedingungslos, erwartungslos. Einfach nur Liebe.
Danke meine Engel.

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11. Dezember 2004, 09:39 Uhr, parcival

DEZEMBER

Es ist bald wieder Weihnachten und wir feiern symbolisch, daß der Sohn des Vaters, Jesus Christus, geboren ist.

Sein Heil ist mit uns und seine grenzenlose Liebe ist Balsam für unsere gequälten Seelen.

Glaube fordert und befreit. Freue Dich an unserem Erlöser und er freuet sich an uns!

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